Licht in der Fotografie

Licht ist die wichtigste Voraussetzung, um Fotos optimal ausleuchten zu können.

In der Zeit der Analogfotografie mit analogen Spiegelreflexkameras, musste der Fotograf noch bei jedem Bild mit einem Belichtungsmesser die exakten Lichtverhältnisse ermitteln, sodass die Belichtungszeit und Blende miteinander harmonierten. Heute erfolgt diese Berechnung durch integrierte Belichtungsmesser. Die Länge der Belichtungszeit und die Wahl der richtigen Blende sind abhängig von Intensität und Richtung des vorhandenen und einfallenden Lichts.
Von welcher Art das Licht ist, spielt einen großen Faktor, denn Farben sehen im natürlichen Tageslicht (Sonne) oder der Nacht (Mond und Sterne) anders aus als im Licht von Lampen oder Scheinwerfern, welche Kunstlicht erzeugen.

Natürliches Licht (Tageslicht) ist abhängig von atmosphärischen Bedingungen wie Bewölkung, Nebel, Dunst und Luftverschmutzung. Aber auch Tages- und Jahreszeit, Höhenlage und geografische Breite beeinflussen die Lichtstreuung.
Bei künstlichem Licht gibt es noch Unterschiede zwischen den warmen, rot- oder gelbstichigen Raumbeleuchtungen und kalten, bläulichen Neon-, LED- oder Halogenstrahlern.
Mit Filtern oder Spezialfilmen kann man Kunstlichtaufnahmen ein natürliches Aussehen verleihen.

Gute Fotografien entstehen nicht ohne gewisse Grundkenntnisse in der Fotografie.
Sie sollten bedenken, dass bei Gegenlichtaufnahmen, Licht unmittelbar von Vorne, die Kamera einen Mittelwert aus diesem Licht berechnet.
Das Objekt und die CCD/CMOS-Sensor erhalten zwar soviel Licht, dass der Blitz nicht automatisch ausgelöst wird, die Aufnahme ist aber dennoch unterbelichtet.
Die kann vermieden werden, indem darauf geachtet wird, dass die Sonne im Rücken steht.

Die Blende
Sie kann nach Bedarf geöffnet und geschlossen werden, um die Stärke des einfallenden Lichts zu regulieren.
Gleichzeitig bestimmt man mit der Blende die Schärfe der Aufnahme, die sich aus der Streuung des Lichts ergibt.
Fehler bei der Wahl der richtigen Blende machen sich manchmal erst bei Vergrößerungen bemerkbar.
Bei geringen Lichtverhältnissen kann eine größere Blende gewählt werden, aber je kleiner die Blende ist, desto schärfer wird das Bild.
Welche Blende zum besten Ergebnis führt, richtet sich nach dem Motiv.
Wenn Ihnen Umrisse und Details wichtig sind, sollten Sie bei schlechten Lichtverhältnissen zum Stativ greifen, damit trotz kleiner Blende die Aufnahme nicht verwackelt.
Geht es Ihnen z. B. bei Landschaftsaufnahmen mehr darum, eine bestimmte Stimmung einzufangen, ist eine größere Blende sinnvoll.

Um gelungene Fotografien zu erstellen, ist neben genügend Licht und der passenden Blende die Wahl der richtigen Belichtungszeit entscheidend.
Als Belichtungszeit bezeichnet man den Zeitraum, in dem der Film oder der CMOS / CCD Sensor (bei Digitalkameras) für die Aufnahme des Motivs dem Licht ausgesetzt wird.
Belichtungszeit und Blendenöffnung zusammen ergeben die einfallende Lichtmenge.
Wählt man eine zu lange Belichtungszeit, ist die Aufnahme überbelichtet, weil dann auch Motivbereiche von mittelheller Farbe weiß abgebildet werden.
Bei zu kurzer Belichtungszeit bleiben weiße Motivteile grau und das Bild ist unterbelichtet.

Wollen Sie ein sich bewegendes Objekt fotografisch darstellen, ist auch hier die Belichtungszeit für das Ergebnis ausschlaggebend.
Ein Propeller, der sich schnell dreht, wird durch längere Belichtungszeit als verschwommener Kreis auf dem
Foto erscheinen. Bei einer kürzeren Belichtungszeit scheint er dagegen still zustehen.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)

Tags: , , , , ,